Flüssige Fahrt via Milano und Gotthard nach Hause. Vor Como noch zwei Cappuccini für total EUR 6.- genossen, noch kurz auf der Südseite des Gotthards zwanzig Minuten angestanden – aber das wars dann.
Kleines Summary unserer Reise:
Total waren wir 45 Tage unterwegs und haben insgesamt an 23 verschiedenen Orten übernachtet. Die Preise für die Übernachtungen varierten von EUR 25.- bis EUR 120.-, im Schnitt waren es etwa EUR 55.- pro Nacht.
Total sind wir 6100 km pannenfrei gefahren und haben insgesamt neun Länder und sieben Landes-Hauptstädte besucht.
Damit ist die Reise und auch der Blog beendet. Danke an alle, die “mit uns gereist” sind und kommentiert haben!
Es ist nicht wirklich kritisch, aber es beschäftigte mich schon einige Male auf der Reise: Wir mieten eine Unterkunft, sei es ein Apartment oder ein Hotelzimmer, öffnen die Türe, es sieht nett aus – aber der DUFT!
Manchmal ist es Vanille, manchmal Linden, manchmal unidentifizierbar, aber allen Düften ist eines gemeinsam: Die Dosis ist, zumindest für mich, schwer auszuhalten.
Meine Nasenschleimhäute beginnen zu schwellen, schnell wanldelt sich das zu einem leicht stechenden Schmerz hinter der Stirn und es wird immer schlimmer.
Selbstverständlich ist die erste Reaktion: Fester öffnen und Durchzug herstellen; das hilft. Aber, gerade wenn massive Aromaschleudern im Einsatz sind, ist das nicht nachhaltig – kaum sind die Fenster wieder zu, geht mein Leiden unverzüglich weiter.
Fünf Beispiele von unserer Reise:
1. Schönes Häuschen in Bihac, das Schlafzimmer im ersten Stock, der Duft kommt immer wieder. Ich entdecke den fix eingebauten elektrischen Aromaspender hinter der Türe, der nicht entfernt werden kann. Abhilfe: Mit Plastiksack abdecken und abdichten.
2. Tolles Exklusiv-Apartment in Kotor mit aggressivem Duft in Schlaf,- und Wohnzimmer. Die Aromaquelle ist rasch identifiziert: Es sind die eingesprayten Vorhänge! Abhilfe: Einpacken der Vorhänge und reklamieren und prompt werden die Vorhänge nach 30 Minuten vom Vermieter entfernt!
Das hilft ziemlich gut – der Vermieter hat dann die Vorhänge subito mitgenommen.
3. Tolle Wohnung mit Aussicht in Visegrad. Der Duft geht mir auf die Nerven. Ich unternehme zwei Schnüffelrunden, keine Aromakanone zu finden, nein es stellt heraus, dass es die gepolsterten Stühle im Wohn- und Essraum sind, die eingesprüht wurden. Abhilfe: Stühle auf die Terrasse und Terrassenstühle in das Wohnzimmer.
4. Tolle Ferienwohnung im Marovo NP. Sofort Aroma-Alarm. Lüften – es wird besser, kommt aber sofort wieder. Bald ist klar, es kommt vom Esstisch. Und siehe da, die elektrische Aromaspritze ist unterhalb des Tisches eingesteckt und sondert permanent die Moleküle in die frische Bergluft. Abhilfe: Ausstecken und isolieren.
Der „Sünder“ war gut versteckt.
5. Letztes Beispiel: Schönes Apartment in Varadzin. Der Duft ist unterhalb meiner Schmerzschwelle aber trotzdem störend. Kurze, professionelle Analyse: BT findet im Badezimmer den Raum-Klimawandler eingesteckt, Abhilfe siehe 4).
Das sind die Einfachen und Harmlosesten.
Es ist eine Tatsache, dass dieses permanente, menschengemachte Verändern des Raumklimas weit verbreitet ist und ich spreche nicht vom einmaligen Abglimmen eines Duftstäbchens. Eine Tatsache ist auch, dass ich da etwas empfindlicher reagiere als Andere. Mögliche Diagnose wäre da eine Hyperosmie.
Aus meiner Sicht besteht für mich als Mieter von Wohnobjekten, wie Ferienwohnung oder Hotelzimmer ein Anspruch auf „unversehrte Raumluft“. Genauso wie das Rauchen in diesen Objekten (meistens) untersagt ist, sollte auch das permanente, intensive Aromatisieren der Raumluft unterlassen werden.
Hier eine Einordnung der Riechstörungen. Ich werde mich wohl um die Selbsthilfegruppen für Leidende wie mich sowie für die Angehörigen kümmern müssen 😉
Wir machen uns einen gemütlichen Tag in Brescia. Das Wetter ist angenehm, der Cappuccino gut, das Brioche süss und die Burg sowie die interessanten Kirchen stehen bereit.
Wir machen zuerst einen Ausflug zur Burg und von dort steigen wir ab in die Altstadt zu ein paar Sehenswürdigkeiten. Brescia war 2023, zusammen mit Bergamo Kulturhauptstadt von Italien. Die Stadt hat ca. 200‘000 Einwohner und die Provinz hat die höchste industrielle Wertschöpfung Italiens.
Allee zur Burg.Verteidigungsposten im Schwalbennest-Stil.Eingang zur mächtigen Burg, die heute ein paar Museen beherbergt.Kapitaler Eckturm.Die Kirche Santa Maria della Carità. Eine Kirche im Barock des 16. Jahrhunderts.Barock, auch …… auch bei …… den Engeln.Auch der marmorne Mosaikboden weiss zu gefallen.Vorbei am Forum Romanum , das u.a. zusammen mit der Kirche Santa Giulia das Weltkulturerbe bildet. Wir aber gehen weiter zum …… neuen Dom. Es wurde von 1604 bis 1825 an ihm gebaut! Die Kuppel von Aussen und …… von Innen.Mächtige Säulen und Stuckaturen-Elemente.Grosszügig.Ein Haus weiter steht der alte Dom. Eine eindrucksvolle Kirche im romanischen Stil aus dem 11. Jahrhundert.Speziell. Der Haupteingang vom Domplatz liegt eine Etage Höher als die Grundebene der Kirche.Blick ins Gewölbe.Die Orgel mir Flügeltüren und …… netten Details.Hier kommen die Streben der Kuppel zusammen!Die Kerzenständer – edles Handwerk.Noch ein Besuch in der Krypta, der älteste Teil, ca. achtes Jahrhundert.
Damit schliessen wir den Rundgang in Brescia ab. Die Stadt bietet viel, auch die Umgebung ist interessant – für jetzt ist es genug.
Ein gewittriger, meist kühler Tag, der sich lange 650 km auf dem Asphalt abgespielt. Von Varadzin, via Zagreb, Ljubliana an die Grenze zu Italien und nach einer Stauumfahrung dann auf der A4 westwärts bis Brescia.
Wir bleiben zwei Nächte in Brescia, hier mal ein erster Blick:
Die Burg.Die Universität.Die Kirche.Die Uhrenfassade.Die Laube.Die Kirche 2.0Wartet auf den Zoo.
Alles westwärts, heute. Wir überqueren die Grenze von Serbien nach Kroatien und machen in Osijek, die viertgrösste Stadt von Kroatien, halt. Wir besuchen die Altstadt, die noch teilweise hinter der Stadtmauer liegt und stark von den Österreichern geprägt ist.
Die Lage der Altstadt an der Drau.Schöne Strassen, etwas wenig Leben.Palast am Hauptplatz.Kroatisches Bier geht danach wieder zurück ins Fass 😉Osijek.Auf der Stadtmauer an der Drau.
Dann geht es weiter durch das flache Slavonien. Die typischen Strassendörfer mit den längs,- und quergestellten Häuser. Alle sind ähnlich gebaut, durch den Wassergraben von der Strasse getrennt und jeweils durch eine schmale Brücke pro Haus mit dem Auto zugänglich. Das geht so bis wir in Varazdin ankommen, das eine tolle Altstadt, ebenfalls von k.u.k. geprägt, besitzt.
Die Burg …,… von Varazdin.Erinnert an Osijek.Gepflegt,Palast im Rokoko-Stil.Schöner Erker.Im Theater.